ILAS
Liberal Arts & Sciences
Foto: UHH/Denstorf
16. Juli 2026

Foto: Dr. Katrin Singer
Eine leise juristische Revolution markiert ein sich veränderndes Verständnis von Natur: Weltweit werden Flüsse als „Rechtspersönlichkeiten“ anerkannt. Gestützt durch wegweisende Urteile von Neuseeland bis Kolumbien hält die einst als Randerscheinung abgetane Idee von den Rechten der Natur zunehmend Einzug in Gerichtssäle und Verfassungen.
Es ist eine Wende von staatlicher Kontrolle hin zu dezentraler Regulierung, an der indigene Gruppen dezidiert beteiligt werden. Aus einem solchen kontra- bzw. post-anthropozentrischen Denken lässt sich die Ethik einer sorgebasierten Beziehung mit Wasser entwickeln – auch in Hamburg, auch mit der Elbe?
Das interdisziplinäre Seminar "Der Elbe ihre Rechte?" hat unter der Leitung von Prof. Dr. Kirsten Schmalenbach (Rechtswissenschaft, Paris-Lodron-Universität Salzburg), Prof. Dr. Markus Kotzur (Rechtswissenschaft, UHH) und Dr. Isabel von Holt (ILAS, UHH) Studierende der Liberal Arts & Sciences und der Rechtswissenschaften zusammengebracht, um diesen Fall zu prüfen.
Bei der Veranstaltung werden die Studierenden ihre Ergebnisse präsentieren und vor einem Expert:innengremium, bestehend aus Prof. Dr. Ralf Michaels (Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht Hamburg), Dr. Verena Kahl (Fakultät für Rechtswissenschaft, UHH) und Dr. Peter Hesse (Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V.), verteidigen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Wo? HIAS (Hamburg Institute for Advanced Study), Rothenbaumchaussee 45
Wann? Donnerstag, 16.7., 19 Uhr