Imaginative Intelligence
Wie entsteht gesellschaftliche Vorstellungskraft unter digitalen Bedingungen und wer gestaltet sie mit? Imagination ist eine kulturelle Handlungskraft, die in den großen Transformationen der Gegenwart wirksam wird: in der Art, wie über Klima, Stadt und Zukunft gesprochen wird, in den Bildern, die Gesellschaften sich von dem machen, was möglich ist. Künstliche Intelligenz wird dabei nicht als Werkzeug verstanden, sondern als epistemischer Akteur und kulturelles System: als Mitgestalter der Bedingungen, unter denen Wissen produziert und Zukunft gedacht wird. Damit wird zugleich die Frage drängend, wessen Imaginationen in diese Systeme einfließen und welche systematisch ausgeschlossen bleiben. Ziel ist es, das Verhältnis von Mensch, Technologie und Umwelt neu zu beschreiben und die Spielräume offenzulegen, in denen sich Zukunft kollektiv und demokratisch gestalten lässt.
Schwerpunkte der Arbeit sind:
- urbane Wasserzukünfte und Klimatransformation
- kulturelle Dimensionen digitaler Wissens- und Zukunftsproduktion
- künstlerische Forschung und spekulatives Entwerfen
- ko-kreative und transdisziplinäre Methoden der Wissensproduktion
Methodisch arbeitet die Professur an der Schnittstelle von Cultural Studies, Science and Technology Studies (STS) und Critical AI Studies und entwickelt experimentelle Formate, in denen Forschung als kollaborative Praxis mit anderen Disziplinen und gesellschaftlichen Akteur:innen stattfindet.