ILAS
Liberal Arts & Sciences
Foto: UHH/Denstorf
24. Juni 2026

Foto: Illustration: Florentine Sießegger; Grafik: Maya Freiesleben
Wie wird gynäkologisches Wissen erzeugt, verbreitet und hinterfragt? Im Vortrag wird das bilinguale Kooperationsseminar "Literarische und kulturelle Gynäkologien" des Instituts für Liberal Arts and Sciences und des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der Universität Hamburg vorgestellt. Es untersuchte im Schnittfeld von Literaturwissenschaft, Medical und Health Humanities und Cultural Studies, kulturelle Konstruktionen des weiblich codierten Körpers. Ausgehend von historischen Wissensbeständen analysierten Studierende deutsch- und englischsprachige Gegenwartstexte zu Menstruation, Reproduktion und (queerem) Recht, Geburt und Elternschaft, Menopause, Endometriose, Vulva-Diskursen und Aktivismus. Im Zentrum stand die Frage, wie gynäkologische Wissensordnungen als kulturell geprägte und politisch umkämpfte Ordnungen von Körper, Macht und Gesundheit sichtbar werden. Abschließend wird das Potenzial forschend-kreativer Wissensformen für kritische Körperpolitiken und interdisziplinäre Gesundheitsdiskurse diskutiert.
Die Ausstellung Untenrum verhandelt, die noch bis zum 08.07.2026 im Medizinhistorischen Museum zu erleben ist, versammelt studentische Arbeiten, die aus diesem Seminar entstanden und weiterentwickelt worden sind. Der Vortrag findet im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung und der interdisziplinären Vortragsreihe "Hamburger Vorlesungen zur Wissensgeschichte" der Forschugsstelle für Zeitgeschichte Hamburg statt.
Für Teilnehmende des Vortrags ist der Besuch im Medizinhistorischen Museum ab 17 Uhr kostenlos. Für Belange der Barrierefreiheit kontaktieren Sie bitte vorab das Medizinhistorische Museum: medizinhistorisches-museum@uke.de
Wann: 01.07.26, 18 Uhr
Wo: Hörsaal des Fritz-Schumacher-Hauses (N30)
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Martinistraße 52, 20251 Hamburg