7. April 2026, von Juliette Sophie Breuer

Foto: UHH/Frank von Wieding
Das ILAS wünscht allen Studierenden einen guten Start ins Sommersemester 2026 und freut sich, Sie ab dem 7. April wieder im Institut begrüßen zu dürfen!
Auch in diesem Sommersemester erwartet Sie ein Programm, das über Fach- und Hochschulgrenzen hinausgeht und diese verbindet: Von den antiken Ruinen Milets über die Tanzflächen der Stadt Hamburg, bis hin zu literarischen Schreibwerkstätten und kritischen Medienökologien. Sie dürfen sich auf vielfältige Lehrformate, interdisziplinäre Zugänge und inspirierende Veranstaltungen der ILAS-Lehrenden freuen.
Die gesamte Vielfalt unserer Lehrformate finden Sie im Kurskatalog und auf Stine. Einige Highlights aus dem Kursangebot möchten wir Ihnen hier vorstellen:
Kooperatives und angewandtes Lernen und Lehren:
In unseren Co-Teachings unterrichten Lehrende des ILAS gemeinsam mit Dozierenden anderer Fächer, Gastwissenschaftler:innen oder Künstler:innen. Diese Formate ermöglichen es unseren Studierenden, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und interdisziplinäre Methoden direkt anzuwenden.
- Collective Healing – Bewegungen im öffentlichen Raum: Ein Kooperationsseminar zwischen dem BA Kultur-Digitalisierung-Metropole (HafenCity Universität) und dem BA Liberal Arts & Sciences (UHH) mit der Tanztriennale Hamburg 2026. Geleitet von Prof. Dr. Sophie Witt (ILAS), Dr. Hanna Göbel (HCU) und Sarah Pieper (HCU), widmet sich das Seminar der Frage, wie künstlerische Praktiken der Bewegung neue Perspektiven auf Stadtplanung und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen können.
- Archäologie als Methode. Ein Blockseminar in Milet: Unter der Leitung von Prof. Dr. Christof Berns (UHH) und Prof. Dr. Matthias Schemmel (ILAS) führt dieses Seminar BA-Studierende der Liberal Arts & Sciences und der Klassischen Archäologie direkt auf die Ausgrabungsstätte in Milet (Türkei). Vor Ort wird Archäologie als spezifische Form der Wissensgenerierung und -strukturierung anhand materieller Zeugnisse und Monumente erarbeitet.
- Literarisches Schreiben: Dieses Seminar bietet schreibaffinen Studierenden die Möglichkeit, eigene Prosatexte weiterzuentwickeln. Geleitet von Céline Meiner (Inhaberin der Literaturagentur Meiner), werden sich die Studierenden intensiv mit dem Einstieg, der Dramaturgie, den Figuren, ihren Dialogen und dem Ton eigener und fremder Texte beschäftigen. Durch den zusätzlichen Austausch mit einer Autorin und einer Lektorin erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in den Literaturbetrieb und konkrete Textarbeit.
- Kolloquium/Exkursion: Media Climate Justice: In Kooperation mit Prof. Dr. Elisa Linseisen (HFBK) besuchen Prof. Dr. Sophie Witt und ihre Studierenden die Media Climate Justice Spring School in Bochum. Im Fokus stehen die Verflechtungen von Ressourcenabbau, Technikkonflikten und medialen Narrativen im Kontext der Klimakatastrophe.
Projektseminare im Einführungsjahr:
Ein besonderer Fokus liegt auch schon im ersten Studienjahr auf projektorientierten Lern- und Lehrformaten. In den Projektseminaren erproben die Studierenden des 2. Semesters eigenständige Forschungs- und Vermittlungsformate:
- Hamburg’s Public History 2.0: Nach dem Prinzip des Learning by Doing entwickeln Studierende in diesem Seminar von Dr. Rodolfo Garau eigene Vermittlungskonzepte zu Unterthemen der Hamburger Stadtgeschichte – etwa Kolonialverflechtungen, Wissenschafts- und Universitätsgeschichte oder urbane Erinnerungskultur. Das Ziel ist die Produktion eigenständiger Videoformate und Social-Media-Strategien, um die Ergebnisse für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
- De-/Colonial Hamburg, Decolonising Education: Das Seminar von Dr. Isabel von Holt (ILAS) widmet sich der Frage, wie dekoloniale Praxis in der Universität und der Stadt Hamburg aussehen kann. Dazu werden Gespräche mit Wissenschaftler:innen und zivilgesellschaftlichen Initiativen gesucht und die Räume, in denen wir uns täglich bewegen und begegnen, kritisch hinterfragt.
Neue Impulse: Unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden am ILAS
Wir freuen uns zudem, die Lehrveranstaltungen von zwei unserer wissenschaftlichen Mitarbeitenden hervorzuheben, die seit dem Wintersemester 2025 das Team des ILAS verstärken und mit ihren Forschungsschwerpunkten das Curriculum bereichern:
- Was ist kritische Gesellschaftsanalyse?: Dr. Vojta Drápal bietet in diesem Seminar eine systematische Einführung in das Spektrum der Kritik – von der Frankfurter Schule, über feministische Theorien und dem Poststrukturalismus bis hin zu post- und dekolonialen Ansätzen. Gemeinsam wird untersucht, ob ein „einendes Band“ diese pluralen kritischen Perspektiven verbindet.
- Introduction to Digital Urban Cultures: Dr. rer. pol. Niloufar Vadiati führt Studierende ein, an der Schnittstelle von Urbanismus, Kultur- und Medienwissenschaften einen kritischen Blick für digitale Transformation im urbanen Raum zu entwickeln. Studierende erforschen mit Exkursionen und Fallstudien, wie Daten, Algorithmen und KI den urbanen Alltag und die Stadtplanung verändern und wie wir unsere digitale Zukunft souverän gestalten können.
Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Start und freuen uns auf ein lehrreiches & inspirierendes Semester!