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Eigennamen und Definitheit: Zur Theorie der singulären Bezugnahme (T)
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Michael Oliva Córdoba
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| 2st., Mo 12:15-13:45, Phil 1072
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| Beginn: 19. Oktober 2009 | ||
| BA: 7, 9; LG: 38; MA: 11
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Definitheit ist eine Eigenschaft, die man oft am Kontrast zwischen dem bestimmten und dem unbestimmten Artikel illustriert: (1) "Ein Student hat bei der Klausur gemogelt". (2) "Der Student hat bei der Klausur gemogelt." Im einen, nicht aber im anderen Fall kann man fortsetzen "… und zwar Hans." Worin besteht der Unterschied genauer? Antworten verschiedenen Typs werden erwogen: Es ist … ein syntaktischer Unterschied (zwischen Ausdrücken verschiedener grammatischer Kategorien); … ein semantischer Unterschied (zwischen Ausdrücken, die auf einen bestimmten Gegenstand referieren und solchen, die dies nicht tun); … ein pragmatischer Unterschied (zwischen Ausdrücken, die man in einem passenden Kontext dazu verwendet, auf einen bestimmten Gegenstand Bezug zu nehmen, und solchen, mit denen man nur einen Gegenstandbereich illustriert). Zu allem Überfluss können auch beliebige Kombinationen dieser Antworttypen vertreten werden.
Angesichts artikelloser Sprachen (und auch solcher, die nur einen der beiden Artikel aufweisen) zieht man es in Logik und Sprachphilosophie vor, den syntaktischen Unterschied tiefer zu verorten: Als einen distributionellen Unterschied in der logischen Struktur. Er kann z.B. formal so repräsentiert werden:
In diesem Seminar werden wir mit der Theorie der Eigennamen in einer Weise beschäftigen, die allen drei angesprochenen Arten zu unterscheiden Rechnung trägt. Neben distributionellen Eigenschaften und einer Unterscheidung von Referenz (als einer Relation zwischen dem subpropositionalen Gehalt eines Ausdruck und dem von ihm bestimmten Gegenstand) und Bezugnahme (als einer Relation zwischen einem Ausdrucksverwender und dem Gegenstand, auf den er unter Verwendung des Ausdrucks Bezug nimmt), wollen wir uns auch mit der so genannten "prädikativen" Verwendungsweise von Namen ergeben: (4) "Aristoteles ist ein Aristoteles". Gibt uns eine korrekten Analyse solcher Konstruktionen den Schlüssel zu einer Konzeption von Eigennamen an die Hand, die auch mit den notorisch sperrigen Phänomenen leerer ("Vulcanus"), überfüllter ("Hans") und fiktionaler ("Sherlock Holmes") Eigennamen umgehen kann? Auf diese Weise gelangt man neue Weise zurück an die systematischen Orte, an denen die Frage der Definitheit von Eigennamen im 20. Jh. verhandelt worden ist: Russells Theorie der Kennzeichnungen und Kripkes Theorie der starren Bezeichner. |
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| Literatur:
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| Zulassungsprechstunde: BA/MA-Studenten, die diese Veranstaltung als Kernveranstaltung eines Moduls belegen wollen, müssen sich vor Semesterbeginn in der Zulassungssprechstunde persönlich anmelden. Donnerstag, 3. September 2009 12-14 Uhr, Phil 1056 Dienstag, 15. September 2009 12-14 Uhr, Phil 1056 Zur Zulassungssprechstunde bitte vorbereiten:
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