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| 55-112.45 | Existentielle Abhängigkeit (T) |
Benjamin Schnieder |
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Viele Dinge und Sachverhalte sind, in der einen oder anderen Weise, von anderen Dingen und Sachverhalten abhängig: Menschen können emotional oder physisch von bestimmten Tätigkeiten oder Substanzen abhängig sein, die Ergebnisse eines Experiments können von der Experimentanordnung sowie äußeren Einflüssen abhängig sein und die Werte einer Funktion von den in sie eingefütterten Argumenten. Abhängigkeitsstrukturen spielen auch in vielen philosophischen Debatten eine große Rolle. Beispielsweise erörtern Philosophinnen, (i) ob und wie die Existenz gewisser Dinge (z.B. eines Lächelns) stets von der Existenz anderer Dinge (z.B. eines lächelnden Gesichts) abhängt, (ii) ob die mentalen Eigenschaften von Subjekten stets von körperlichen Eigenschaften abhängen, (iii) ob die ästhetischen Eigenschaften eines Kunstwerks stets von seinen physikalischen Eigenschaften abhängen, oder (iv) ob moralische Eigenschaften stets von nicht-moralischen Grundlagen abhängen. In diesem Seminar werden philosophische Texte zu Abhängigkeitsbegriffen besprochen, vor allem Texte zu ontologischer Abhängigkeit und zur sogenannten Supervenienz. Das Augenmerk liegt dabei primär darauf, zu verstehen, was in verschiedenen Kontexten unter Abhängigkeit verstanden werden kann (und weniger darauf, bestimmte Fragen nach Abhängigkeiten, wie die eines moralischen Naturalismus, zu entscheiden). Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sich mit englischen Texten aus der analytischen Philosophie zu befassen. Da einige der Texte auch ein paar Formalismen enthalten können, sind solide Grundkenntnisse elementarer Logik (wie sie im Einführungskurs vermittelt werden) hilfreich. |
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Literatur Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Zulassungssprechstunde
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