| 55-112.01 | Aristoteles. Über die Seele (T) |
Klaus Corcilius |
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In seiner Schrift Über die Seele’ unternimmt Aristoteles den Versuch, die Seele zu definieren. Es geht ihm darin jedoch weniger um die Seele als Sitz unserer Empfindungen und individuellen Persönlichkeit, als um die Definition eines wissenschaftlichen Prinzips. Die Seele fungiert bei Aristoteles als Prinzip der wissenschaftlichen Erklärung von lebendigen Wesen, d.h. von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dieser wissenschaftlich-biologische Ansatz schließt jedoch keineswegs aus, dass neben der Metaphysik des Lebendigen nicht auch die klassischen Themen und Probleme der Philosophie des Geistes behandelt werden. Dementsprechend finden sich in De anima neben der Definition der elementaren Lebensfunktionen wie Ernährung, Selbsterhalt und Wahrnehmung auch Diskussionen des Körper / Geist - Verhältnisses, der Vorstellung, des Bewusstsein, des Denkens und vieles andere mehr. Die Vorlesung führt in den Inhalt und Kontext der vergleichsweise schwierigen Schrift ein. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. |
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Literatur:
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