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Romantische Naturphilosophie als Paradigmenwechsel (T)
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Bernd Klengel |
| 2st., Fr., 16:15-17:45, Phil 1009 VMP 6 |
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| Beginn: 9. April 2010 | ||
| Module: BA 4 |
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| In seinem 1959 veröffentlichten Aufsatz über die Erhaltung der Energie als Beispiel gleichzeitiger Entdeckung vermutete Thomas Kuhn, dass einige der für die romantische respektive idealistische Naturphilosophie konstitutiven Überzeugungen zu den die Entdeckung des Energieerhaltungssatzes in wesentlicher Weise befördernden Faktoren gehörten. Damit nicht genug findet sich in einem 1981 erschienenen Aufsatz unter den von Kuhn genannten Beispielen für wissenschaftliche Revolutionen auch der Übergang von der von Volta vertretenen Kontakttheorie der voltaischen Säule hin zu einer chemischen Theorie, zu deren wichtigsten Verfechtern ausgerechnet einer der bedeutendsten Vertreter der romantischen Naturforschung, nämlich Johann Wilhelm Ritter, gehörte. Obgleich die romantische Naturphilosophie solcherart auch bei Kuhn eine wichtige Rolle einnahm, waren es vor allem Wissenschaftshistoriker, die den von Kuhn geprägten Begriff des wissenschaftlichen Paradigmas auf die romantische Physik, die romantische Medizin oder die romantische Naturphilosophie anwandten und davon sprachen, dass die romantische Naturphilosophie der mechanistischen Physik Newtons und Laplaces ein neues Paradigma entgegengesetzt habe. Die Frage allerdings, ob in Bezug auf die romantische Naturphilosophie überhaupt in sinnvoller Weise von einem wissenschaftlichen Paradigma gesprochen werden kann, ist von Wissenschaftshistorikern weder gestellt noch beantwortet worden. Diesem Manko werden wir in diesem Seminar abzuhelfen versuchen, indem wir den von Schelling in seinen naturphilosophischen Arbeiten entwickelten Begriff der spekulativen Physik mit einem klassischen und von Kuhn vielfach verwendeten Beispiel eines neuen wissenschaftlichen Paradigmas, der chemischen Theorie Lavoisiers, vergleichen. |
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| Literatur:
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| Zulassungsprechstunde:
BA-Studenten, die diese Veranstaltung als Kernveranstaltung eines Moduls belegen wollen, müssen sich vor Semesterbeginn in der Zulassungssprechstunde persönlich anmelden. Donnerstag, 18. Februar 2010, 16-17 Uhr, Raum 1070 Donnerstag, 4. März 2010, 16-17 Uhr, Raum 1070 Zur Zulassungssprechstunde bitte vorbereiten:
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