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55-102.03

Sprachanalyse in der Philosophiegeschichte

Rolf W. Puster
  2st., Fr., 10:15-11:45, Hörsaal D VMP 6 / ab 31.05.2010 vrstl. Cinemaxx
  Beginn: 9. April 2010
  Module: BA 4-9; LA 34-39 ; MA 11-16
 

Mit dem Begriff der Sprachanalyse verbindet man meist eine dem sog. semantischen Aufstieg verpflichtete (also einen charakteristischen Schwenk von der Untersuchung der philosophischen 'Sachen' hin zur Untersuchung der Formulierungen, in denen man jene 'Sachen' zu untersuchen pflegt, vollziehende) Methode des Philosophierens, die nach allgemeiner Überzeugung eine Innovation des 20. Jahrhunderts darstellt. Die Vorlesung bezieht sich in wenigstens zwei Hinsichten auf dieses Verständnis von Sprachanalyse: Zum einen soll es präzisiert und auf seine theoretischen (insbesondere auf seine metaphysischen) Hintergrundannahmen hin beleuchtet werden, und zum anderen soll mit dem dabei entwickelten Instrumentarium an ausgewählten historischen Beispielen gezeigt werden, dass Sprachanalyse — im Sinne einer Anwendung spezifischer semantischer Testverfahren — keine neuere Errungenschaft darstellt, sondern in der gesamten europäischen Philosophiegeschichte seit der Antike praktiziert wurde.




Literatur:

Eine umfassende (und keineswegs elementare) Darstellung bietet
  • Rolf W. Puster: Die Metaphysik der Sprachanalyse. Das Sagbarkeitsprinzip und seine Verwendung von Platon bis Wittgenstein. Tübingen 1997. (= Philosophische Untersuchungen; 2.)
 

Letzte Aktualisierung: 14. Juni 2011 durch hager